Forst Kasten und kein Ende

2021-05-21T09:30:48+02:0020. Mai 2021|Pressemitteilung|

Forst Kasten und kein Ende

 

Kiesabbau oder nicht, Bannwald gegen Seniorenheim, Umweltschutz contra Stiftungsrecht: Die FDP BAYERNPARTEI Stadtratsfraktion schlägt eine pragmatische Lösung des Konflikts vor.

80 Millionen Bundestrainer, Virologen oder Hobby-Juristen: wenn es um emotionale Themen geht, werden vermeintlich Betroffene schnell mal zu selbsternannten Experten.
So auch aktuell in München beim Thema Forst Kasten: Von teilweise völlig abstrusen Auslegungen des Stiftungsrechts durch juristische Laien bis hin zu Baumbesetzungsaktionen à la Hambacher Forst reichen die Versuche, den Kiesabbau im Forst Kasten zu stoppen.
Dass es dabei nur um einen Bruchteil der Flächen geht und nach dem Abbau ein deutlich wertvollerer Mischwald aufgeforstet werden soll, gerät dabei vollkommen aus dem Blick.
Die Stadträte von FDP und BAYERNPARTEI haben sich auch in der Vergangenheit immer für den Kiesabbau ausgesprochen, weil es neben der Verpflichtung, die sich aus dem Stiftungszweck der Heiliggeistspital-Stiftung ergibt, inhaltlich überzeugende Gründe dafür gibt. In München wird viel gebaut, und dafür werden große Mengen an Kies benötigt. Aus ökologischen Gesichtspunkten ist
es daher sinnvoll, den Baustoff möglichst in der Nähe zu gewinnen. Kurze Wege erzeugen viel weniger Emissionen als ein Transport per Containerschiff um die halbe Welt. Außerdem kann hier sichergestellt werden, dass nach dem Abbau eine hochwertige Aufforstung erfolgt, was in anderen Ländern kaum der Fall wäre.
Die hochkochenden Emotionen der vermeintlichen Baumfreunde lassen eine rationale Betrachtung aber kaum mehr zu. Die FDP BAYERNPARTEI Stadtratsfraktion stellt deshalb einen Antrag der eine pragmatische Lösung bietet: im Forst Kasten wird der Kiesabbau, der rechtlich ohnehin nicht zu verhindern ist, genehmigt, und an anderer Stelle schafft die Landeshauptstadt München bereits
jetzt einen Ausgleich für die zu fällenden Bäume.

Stadtrat Fritz Roth, Mitglied im Sozialausschuss:
„Statt sich an der falschen Stelle zu verkämpfen, haben wir nun einen kreativen Vorschlag gemacht, wie die Stadt anderweitig einen Ausgleich für den zu fällenden Wald schaffen kann. Wir sehen keinen Sinn darin, dass das Stiftungsrecht gegen den Klimaschutz ausgespielt wird. Beides funktioniert sehr gut miteinander.“

Völlig unabhängig davon, wie die Stadtratsentscheidungen und Gerichtsverfahren ausgehen mögen: Was absolut nicht akzeptabel ist, sind Versuche von „engagierten Bürgern“, per E-Mail Druck auf Stadträte auszuüben oder ihnen gar zu drohen. Jegliche Unternehmungen dieser Art weisen wir zurück und lassen sie ggf. juristisch prüfen.

 

Stadträte FDP BAYERNPARTEI
Prof. Dr. Jörg Hoffmann (Fraktionsvorsitzender)
Gabriele Neff (stellv. Fraktionsvorsitzende)
Fritz Roth
Richard Progl

Pressekontakt
FDP BAYERNPARTEI Stadtratsfraktion
Fritz Roth, FDP
E-Mail fdpbayernpartei@muenchen.de
Tel +49 (89) 233 20798

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